Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 05. Feb. 2006
Versionshinweis: Gültig für die TMG Versionen 5 & 6.
TMG ist extrem flexibel und gibt seinem Anwender beinahe die totale Kontrolle über fast jeden Aspekt der Datenerfassung, -anzeige sowie ihrer Ausgabe bzw. ihrer Darstellung in Berichten, in Diagrammen und auf Web-Seiten. Mit diesem sehr hohen Maß an Flexibilität geht selbstverständlich jedoch auch eine große Anzahl unterschiedlicher Bildschirmanzeigen und Datenerfassungsfelder einher, die besondere neue TMG Anwender manchmal einwenig erschrecken. Diese "Lehrstunde" habe ich daher insbesondere als Hilfestellung für "TMG-Neulinge" zusammengestellt, um ihnen dabei behilflich zu sein, sich darin sicherer zu fühlen, welche grundlegenden Anforderungen es hinsichtlich der Erfassung und Bearbeitung von Daten gibt.
Für die "Lehrstunde" habe ich unterstellt, daß ihr Leser entweder Daten aus einem anderen Ahnenforschungsprogramm importiert hat oder aber den Assistenten von TMG zur Erstellung eines Neuen Projektes benutzt hat, um Basisdaten bezüglich einiger Personen zu erfassen. Dieser Artikel besteht aus drei Hauptabschnitten. In ihnen werden wir die nachfolgenden Aspekte näher untersuchen:
Gleichzeitig möchte ich einige Vorschläge unterbreiten und Tips geben, die hoffentlich im Rahmen der Dateneingabe in TMG nützlich sind. Bevor wir jetzt jedoch beginnen, ist es unbedingt notwendig, daß wir den grundlegenden "Datenbaustein" in TMG genau verstehen - das "Element".
Das eigentliche Kernkonzept von TMG besteht darin, daß fast ausschließlich sämtliche Informationen über jede einzelne Person in "Elemente" eingegeben werden. Elemente sind es auch, die den / die Name(n) von Personen "bestimmen"; ferner "bestimmen" sie Verwandtschaftsverhältnisse (Eltern und Kinder) sowie darüber hinaus auch sämtliche Ereignisse, einschließlich Geburt, Heirat, Tod, und jegliche Form sonstiger Ereignisse oder Fakten, für deren Aufzeichnung wir uns entscheiden. Sollten Sie an einer weiterführenden Beleuchtung eben dieses Basiskonzeptes interessiert sein, dann lesen Sie bitte meinen Artikel TMG Basiskonzept.
Die für eine Person vorhandenen Elemente werden in der Personenansicht des Detailbildschirmes aufgelistet:

Im oberen Abschnitt erscheinen drei besondere Elemente:
In dem "Elementbereich" oder sagen wir vielleicht besser in dem Hauptteil des Detailbildschirmes können wir einen Blick auf sämtliche weiteren Elemente werfen, die für diese Person aufgezeichnet wurden, einschließlich:
So, nun haben wir uns mit all diesen Elementen auseinandergesetzt - und was machen wir jetzt mit ihnen? Lesen Sie einfach weiter.
Um irgendein vorhandenes Element zu bearbeiten, öffnen wir zunächst das Fenster "Element-Eintrag". Dies machen wir, indem wir...

In den folgenden Abschnitten werden wir jeden einzelnen der drei grundlegenden Elementtypen, von denen TMG Gebrauch macht, näher untersuchen. Jeder Typ verfügt über unterschiedliche Datenfelder, die benötigt werden, um dem eigentlichen Zweck des Elementes zu genügen.
Der Bildschirm "Element-Eintrag" für Namenselemente setzt sich aus 6 Bereichen für die Dateneingabe durch den Anwender zusammen:

- Title (Deutsch: Titel) – wird für Titel benutzt, wie zum Beispiel Dr. oder Kapt. (Sie können Abkürzungen verwenden oder auch nicht - ganz nach Belieben).
- GivenName (Deutsch: Vorname) – wird für Vornamen benutzt, wie John Robert oder Sue Ann.
- Surname (Deutsch: Nachname) – zur Erfassung des Nachnamens der jeweiligen Person.
- Suffix (Deutsch: Suffix) – findet für ein Suffix also eine Ergänzung bzw. eine Nachsilbe Einsatz, wie Jun., Sen. III.
Sämtliche weiteren Felder kommen erst im Rahmen der fortgeschrittenen Anwendungsmöglichkeiten von TMG zum Einsatz; hierbei handelt es sich um Namensstile wie auch um benutzerdefinierte Sortierungen des / der Namen in der Auswahlliste und dem Projekt-Explorer. Sollten Sie an Einzelheiten hierüber interessiert sein, dann lesen Sie diese bitte in der Hilfedatei von TMG nach.
Der Bildschirm für Eltern / Kind Verwandtschaftselemente enthält fünf grundsätzliche Bereiche für die Eingaben von Programmanwendern:

Ereigniselemente beinhalten viele unterschiedliche Typen von Elementen, diese schließen Geburt, Heirat, Tod und "Weitere Ereignisse", die ihrerseits wiederum Beruf, Volkszählung, Anmerkung, Testament sowie viele andere umfaßt, ein. Das Beispiel zeigt ein Element "Heirat". Der Bildschirm Element-Eintrag setzt sich aus sieben primären Bereichen für die Dateneingabe des Anwenders zusammen:

- Detail – kommt für den Wohnsitz, den Namen der Kirche, des Friedhofes oder vergleichbarer Details zum Einsatz.
- City – eingesetzt für das Dorf oder die Stadt.
- County – verwandt für den Kreis.
- State – wird benutzt für den Namen des Bundeslandes / -staates.
- Country – hier wird der Names des Staates / Landes eingegeben.
Sämtliche dieser Felder können freigelassen werden, wenn die Informationen nicht bekannt sind, oder der Anwender von ihnen keinen Gebrauch machen möchte. Die weiteren Felder dienen für fortgeschrittene Zwecke, wie zum Beispiel für Ortsstile oder spezielle Anwendungsbereiche wie Adresselemente und Standorteinträge. Details lesen Sie bei Bedarf bitte in der Hilfe von TMG nach.
Hiermit beschließen wir nun unsere nähere Betrachtung der drei Haupttypen von Elementen. Wir haben einige eher als selten einzustufende Typen, wie Geschichtselemente, bewußt ausgelassen, weil Anfänger hiervon tendenziell weniger Gebrauch machen.
Häufig müssen wir feststellen, daß wir exakt die gleichen Informationen, die wir zuvor schon einmal an anderer Stelle erfaßt haben, erneut eingeben müssen - vielfach, wenn es sich um Ortsangaben oder Quelleninformationen handelt. TMG enthält zwei Werkzeuge, die dies einfacher gestalten können; sie helfen zudem dabei, Schreibfehler oder ungewollte Abweichungen zu vermeiden. Diese Funktionen lassen sich in fast sämtlichen Dateneingabefeldern innerhalb von TMG benutzen. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Sie sie als überaus hilfreich empfinden werden. Um davon Gebrauch machen zu können, plazieren Sie den Cursor Ihrer Mouse in dem gewünschten Feld und drücken die entsprechende Taste:
F3 – Wiederholungsfunktion – wiederholt den zuletzt in diesem Feld benutzten "Wert / Eintrag". Drücken Sie diese Taste erneut, um den davor benutzten "Wert / Eintrag" zu wiederholen - anwendbar für bis zu 15 "Werte / Einträge". Ferner können Sie auch die Tastenkombination Ctrl-F3 (bei deutscher Tastatur: Strg-F3) drücken und es erscheint eine Liste von bis zu 15 früher benutzten "Werten / Einträgen". Nun können Sie aus ihr das Gewünschte auswählen.
Sonderregel für Quellenangaben - die Quellen Nr. und die Quellenangaben-Detailfelder werden in der gleichen Anzeige wiederholt. Verwendet man also F3 in irgendeinem dieser Felder, so werden die "Werte / Einträge" für beide gleichermaßen wiederholt.
F2 – Suchfunktion – sie sucht nach sämtlichen Werten, die in diesem jeweiligen Feld zuvor schon einmal gebraucht wurden. Sobald die Auswahlliste angezeigt wird, geben Sie einfach einige Buchstaben des gewünschten Wertes ein und die Liste wird entsprechend "bewegt". Den gewünschten Wert wählen Sie dann einfach aus, sobald er angezeigt wird.
Sonderregel für Ortsangaben - setzen Sie den Cursor Ihrer Mouse auf die hierarchisch niedrigste Stufe, die Sie erneut aufrufen möchten, bevor Sie F2 drücken. Wenn Sie jetzt anschließend den von Ihnen gewünschten Wert auswählen, dann werden gleichzeitig auch sämtliche in der Hierarchie höher angesiedelte Ortsangaben "ausgefüllt".
Ihnen ist sicherlich aufgefallen, daß ich zuvor bereits an verschiedenen Stellen auf den Fortgeschrittenen Modus der Dateneingabe Bezug genommen habe. Der programmseitig voreingestellte Anfängermodus vereinfacht die Datenfenster, indem einige Felder unterdrückt werden, die in dem Fortgeschrittenen Modus angezeigt werden würden. Nachfolgend sehen Sie einen Bildschirm Element-Eintrag für ein Ereigniselement im Fortgeschrittenen Modus:

Wahrscheinlich sind dies die hilfreichsten Anwendungsfunktionalitäten des Fortgeschrittenen Modus:
Für eine vollständige Auflistung aller Funktionen, die im Fortgeschrittenen Modus verfügbar sind, durchsuchen Sie bei Interesse bitte die Hilfe-Datei von TMG nach "Advanced". Um zwischen den beiden Modi zu wechseln, gehen Sie zu Datei > Einstellungen > Programm-Optionen > Dateneingabe.
Nachdem wir uns mit den drei grundlegenden Elementtypen und ihren Inhalten
näher auseinandergesetzt haben, wollen wir einen Blick darauf werden,
wie man einer Person ein neues Element hinzufügt. Zuerst gehen Sie
stets zu der gewünschten Person. Dann klicken Sie auf die Schaltfläche
"Element hinzufügen" - wie rechts dargestellt. Oder Sie
drücken die (Hinzufügen) Taste F4, oder wählen Sie Hinzufügen
> Element hinzufügen über das Menü von TMG. Egal für
welchen Weg Sie sich entscheiden, jeder führt dazu, daß die
Elementtypliste auf dem Monitor angezeigt wird:

Wählen Sie nun denjenigen Elementtyp aus, der für die Daten, die erfaßt werden sollen, der passende ist und klicken Sie jetzt auf die Schaltfläche Hinzufügen, oder klicken Sie einfach doppelt auf den gewünschten Elementtyp. Anschließend wird der Bildschirm Element-Eintrag angezeigt, den wir in den vorhergehenden Abschnitten schon gesehen haben. Hier können Sie dann Ihre gewünschten Daten eingeben.
Bislang haben wir die Bearbeitung bereits vorhandener Elemente sowie das Hinzufügen neuer Elemente zu Personen, die bereits in unserem Datensatz erfaßt worden waren, diskutiert. Jetzt werden wir uns mit dem Hinzufügen neuer Personen zu einem bestehenden Datensatz befassen.
Sollte die neue Person mit jemandem, der in unserem Datensatz schon existiert, verwandt sein, dann navigieren wir zunächst zu eben dieser Person. Dann klicken wir auf die Schaltfläche Person hinzufügen:

Hierdurch wird das Fenster Beziehung auswählen "aufgerufen", in dem wir nunmehr bestimmen, in welcher Art und Weise die neue Person mit derjenigen Person, die gerade auf unserem Bildschirm mit all ihren Detaildaten angezeigt wird, verwandt ist:

In unserem Fall wollen wir eine Tochter von Martha Jones hinzufügen, deshalb klicken wir auf die Schaltfläche Tochter.
Sofern es sich bei der neuen Person um ein Kind einer bereits vorhandenen Person handelt, wie hier in unserem Beispiel, werden wir danach gefragt, näher zu bestimmen, wer der zweite Elternteil war. Dies geschieht über den Bildschirm Zweiten Elternteil auswählen:

In diesem Fenster werden der / die Partner der aktuellen Person
aufgelistet und im Allgemeinen wählen wir jetzt einfach den richtigen Partner
aus. Wir können jedoch auch "Keine" wählen, wenn wir zum
Beispiel nicht wissen, wer der andere Elternteil ist, oder wenn dieser Elternteil
noch nicht in unserem Datensatz erfaßt wurde. Oder, fall der andere Elternteil
zwar eingegeben wurde, aber nicht als mit unserer aktuellen Person verheiratet
angezeigt wird, dann können wir sie auswählen, indem wir entweder
ihre ID Nrn. in das Feld unterhalb von "Eine andere Person wählen"
eingeben oder indem wir sie mittels der Schaltfläche
auswählen.
Jetzt sehen wir den Bildschirm Person hinzufügen. Hierbei handelt es sich um eine Art "Short-cut" Bildschirm, womit wir die Möglichkeit haben, eine ganze Reihe von Dingen über nur ein einziges Fenster zu erledigen; dies beinhaltet:
Der folgende Screenshot zeigt uns, wie dies funktioniert:

Die neue Person wird unmittelbar dann, wenn der Bildschirm Person hinzufügen geschlossen wird, zur aktuellen Person. Jetzt haben Sie die Möglichkeit ihr weitere Elemente hinzuzufügen, wenn Sie dies tun möchten, oder Sie bearbeiten etwas von dem, was über den Bildschirm Person hinzufügen bereits ergänzt wurde.
Legt man die Standardeinstellung des Programms zugrunde, so werden über den Bildschirm Person hinzufügen ausschließlich die oben aufgezählten Elemente erstellt. Dessen ungeachtet können Sie, indem Sie auf die Schaltfläche Einrichten - in der unteren linken Ecke dieses Bildschirmes - klicken, die angezeigten Elemente benutzerdefiniert anpassen, damit sie Ihren Anforderungen gerecht werden. Sie haben die Möglichkeit die nachfolgenden Veränderungen an den Standardeinstellungen vorzunehmen:
Hiermit möchte ich meine "Lehrstunde" über die Grundlagen der Dateneingabe beenden. Die folgenden Artikel bezogen auf die hiermit in Verbindung stehenden Themen sind ggfls. auch für Sie von Interesse:
TMG Basiskonzept – bildet ein "gedankliches Modell" darüber ab, wie TMG Ihre Daten aufzeichnet.
Eine "Lehrstunde" über Quellen – so legen Sie Quellenangaben an und zitieren Sie richtig.
Projekte und Datensätze – das richtige Verständnis hierüber ist ungemein wichtig, sofern Sie Daten aus mehr als einer Datei importieren.
Mit Layouts arbeiten – so richten Sie Ihren "Lieblingsarbeitsplatz" in TMG ein.
Bei Susan Johnston's Artikel The Bubba Browne Data Set (ausschließlich in Englisch) handelt es sich meiner Meinung nach um eine sehr gut gelungene Zusammenfassung der grundlegenden Aspekte, die man bei der Datenerfassung bedenken sollte. Sie würzt das Ganze mit ein wenig Humor. Ursprünglich wurde dieser Beitrag für eine frühere Version von TMG verfaßt und dann anschließend aktualisiert. Was aktualisiert wurde ist gut sichtbar, weil auch die ursprünglichen Aussagen (die jetzt angepaßt werden mußten) erhalten geblieben sind.
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