Terry's TMG Tips

TMG Basiskonzept

Ein "Gedankenmodell" zum besseren Verständnis der Grundlagen

Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 6. Jun. 2005.

Versionshinweis: Gültig für alle Versionen

Ich hoffe, daß es mir in diesem Abschnitt gelingt, als Hilfestellung für den Anwender, einige Basiskonzepte von TMG aufzuzeigen, indem ich den Prozess, wie TMG mit Daten umgeht, bildlich darzustellen versuche. Meine Zielsetzung dabei ist, den Anwender schneller mit den Möglichkeiten des Programms vertraut zu machen. Es ist keinesfalls beabsichtigt, an dieser Stelle eine exakte Schilderung der technischen Details des Programms vorzunehmen. Vielmehr möchte ich über das gedankliche Modell versuchen, dem Nutzer dabei zu helfen, zu verstehen, was er oder sie tun sollte, um das Programm so effektiv wie möglich einzusetzen. Vor diesem Hintergrund verwende ich die Metapher eines "Ringbuches", um einige der grundlegenden Funktionen des Programms bildlich darzustellen.

Eine Person ist nichts anderes als eine ID Nummer

In den Augen von TMG ist eine Person nichts anderes als eine ID Nummer - Nichts mehr als das (tut mir leid - aber 1984 kommt und geht). Das bedeutet -in unserer Metapher-, wenn wir im Programm eine Person hinzufügen, dann nehmen wir ein weißes Blatt Papier zur Hand, schreiben eine ID Nummer in seine obere linke Ecke und heften diese Seite Papier im Ringbuch ab. Das ist alles, was "eine Person" für TMG darstellt.

Eine Person, so wie TMG sie sieht:
Eine Person

Für alles weitere benutzt man Elemente

Alles weitere, was Sie zu einer Person eingeben möchten, erledigen Sie über das Hinzufügen von Elementen. Vollständig alles! Seinen oder ihren Namen, Angaben über Geburt und Tod, Eltern, Kinder, alles! (Na ja, das ist nicht so ganz richtig, aber Merkmale sind ein anderes Thema.) Stellen Sie sich also bitte vor, daß es sich bei diesen Elementen um diese kleinen, selbsthaftenden Notizzettel handelt, die wir alle im täglichen Leben benutzten. Wir werden also immer dann Elemente auf unsere (fast) noch leere Seite Notizpapier "kleben", wenn wir ihr irgendetwas hinzufügen möchten. TMG gestattet für jede Person eine unbegrenzte Anzahl von Elementen.

Zu aller erst erhält unsere Person natürlich einen Namen. Legen wir also fest, daß Namenselemente von blauen Haftzetteln dargestellt werden. Wenn wir unserer Person einen Namen hinzufügen möchten, dann schreiben wir diesen auf einen blauen Haftzettel. TMG unterstützt jede beliebige Anzahl von Namenselementen. Nur eines davon wird als das "primäre Element" Name bezeichnet. Dieser wird ganz oben in der Personenansicht angezeigt. Er erscheint darüber hinaus in den Baum- und Familienansichten, in den Fenstern für Kinder und Geschwister, wie auch in verschiedenen Berichten. Zurück zu unserer Notizbuch Metapher, hier setzen wir den Primären Namen ebenfalls oben auf die Seite, ganz in die Nähe der ID Nummer.

Sobald wir weitere Namen zu unserer Person eingeben wollen, zum Beispiel Spitznamen, Namen mit anderen Schreibweisen oder Ehenamen, dann schreiben wir auch diese auf eigene blaue Notizzettel und heften sie irgendwo anders auf unsere Seite.

Jetzt können wir damit beginnen, unserer Person einige Ereignisse hinzuzufügen, sagen wir mal Geburt, Beruf und Tod. Für Ereignis-Elemente werden wir gelbe Haftzettel benutzen. Jedes Ereignis erhält einen eigenen gelben Zettel, auf dem wir zuerst den Ereignis-Typ eintragen - in unserem Beispiel: Geburt, Beruf oder Tod. Danach vermerken wir auf jedem Zettel das Datum, den Ort und vielleicht auch noch eine kurze Anmerkung. Genauso gehen Sie vor, wenn Sie ein Element in TMG erstellen.

Als nächstes kleben wir unsere gelben Elemente auf unsere Seite. Normalerweise fügen wir sie unserer Seite in logischer Reihenfolge hinzu; das heißt, die ältesten -vom Datum her gesehen- oben auf die Seite und alle weiteren dann im Anschluß darunter. Genauso macht es auch TMG in der Personenansicht - allerdings benutzt es dazu das Sortierdatum. Nehmen wir also einmal an, daß wir unser Element Beruf nicht mit einem spezifischen Datum versehen haben. Aber natürlich wissen wir, daß es zwischen der Geburt und dem Tod unserer Person liegen muß. TMG kann das selbstverständlich nicht so ohne weiteres wissen. Also müssen wir ihm dies über die Eingabe des Sortierdatums mitteilen. Dieses Sortierdatum liegt dann irgendwo zwischen unseren Datumangaben für die Geburt und den Tod. Sortierdaten werden niemals ausgedruckt. Sie werden ausschließlich dafür genutzt, die Elemente in der von Ihnen gewünschten Reihenfolge zu sortieren.

Eine Person mit einigen "Elementen"
Eine Person mit einigen "Elementen"

Denken Sie daran, jeder Haftzettel kann auch wieder entfernt werden. Ein neuer kann beliebig hinzugefügt werden. Die Reihenfolge unserer Zettel können wir jederzeit verändern. Das gleiche gilt auch für die Elemente in TMG.

Weiter geht es mit: Die Verwandtschaften

Jetzt, nachdem wir unsere Person erfaßt haben, stellt sich die Frage, wie wir ihn oder sie mit anderen Personen verknüpfen? Was für eine Frage: natürlich mit einem Element! Hierfür nutzen wir jedoch besondere Elemente, die sich Verwandtschafts-Elemente nennen. In unserer Metapher färben wir sie auffällig Rot und mehr als das, bei ihnen handelt es sich um "magische" Elemente, die von sich zwei Kopien auf einmal erstellen. Stellen Sie sich diese durchschreibenden, zweiteiligen Kreditkarten Quittungen vor, die es zuweilen gibt. Dann gewinnen Sie einen bildlichen Eindruck davon, was hier passiert.

Nehmen wir an, wir wollen darstellen, daß es sich bei John, dessen Seite wir gerade erstellen, um den Sohn eines Mannes handelt, dessen Daten sich bereits auf einer anderen Seite in unserem Ringbuch befinden. Wir legen also ein rotes Element "Verwandtschaft" an und vermerken auf ihm sowohl den Elternteil wie auch das Kind (in TMG verwenden Sie dazu die ID Nummern von den beiden). Jetzt nehmen wir eine Kopie unseres roten Elementes zur Hand und heften sie oben auf John's Seite - genau unter das Element "Primärer Name". (Achten Sie einmal darauf, das ist auch genau die Stelle, an der Sie dieses Element in der Personenansicht von TMG sehen.) Die zweite Kopie wandert auf die Seite des Vaters, und zwar in die Reihe der verschiedenen Elemente je nach dem, wann der Sohn geboren wurde.

Die Seite des Sohnes
Die Seite des Vaters
Die Seite des Sohnes
Die Seite des Vaters

Genau das gleiche können wir jetzt mit der Mutter machen - dann "klebt" anschließend eine Kopie unseres Haftzettels auf John's Seite (direkt unterhalb des Verwandtschafts-Elementes für den Vater) und die zweite Kopie befindet sich auf der Seite der Mutter.

Bitte machen Sie sich auch noch einmal bewußt, daß das Elternteil / Kind - Element kein eigenes Datum besitzt oder gar irgendeine Ortsinformation. Wenn Sie sich die Personenansicht des Elternteils ansehen und hier auf ein Elternteil / Kind - Element mit einer Datumsangabe stoßen, dann kommt dieses Datum in Wahrheit aus dem Element "Geburt" des Kindes .

Über Heiraten

Für Heiraten wird ebenfalls eine besondere Art von Verwandtschafts-Elementen benutzt. Ist Ihnen folgendes eigentlich aufgefallen: Als wir die Elternteil / Kind Verknüpfung erstellt haben, haben wir kein Wort über eine Heirat zwischen den Eltern verloren. TMG geht nicht (automatisch) davon aus, daß Eltern verheiratet sind. Sie müssen es TMG schon sagen, wenn Sie Aufzeichnungen über eine Heirat machen wollen.

Zurück zu unserer Metapher - wir legen zunächst fest, daß wir für Heirats-Elemente rosa Haftzettel benutzen. Genauso wie die Elternteil / Kind - Elemente besteht auch dieses Element aus zwei Teilen. Und dennoch unterscheidet es sich von diesen, weil es die Möglichkeit bietet, Daten und Ortsinformationen aufzuzeichnen. Eine Kopie unseres neuen Elementes landet auf der Seite der Braut und die andere auf der Seite des Bräutigams. Sie werden entsprechend ihrem Datum in die Liste der übrigen Elemente einsortiert.

Die Seite des Bräutigams
Die Seite der Braut
Die Seite des Bräutigams
Die Seite der Braut

Eine neue Aufgabe: Person Hinzufügen

Jetzt sagen Sie sicher: "Ich habe doch die Programm-Funktion "Person hinzufügen" bereits genutzt und mußte das alles gar nicht tun..."!

Sicher, dies ist teils richtig und teils aus nicht. Tatsächlich wurden alle diese Dinge erledigt. Aber das Programm hat vieles davon, unmerklich für Sie, selbständig umgesetzt. Wenn Sie dem Programm sagen "Person hinzufügen", dann vergibt es automatisch eine ID Nummer und erstellt gleichzeitig eine Anzahl von Elementen, einschließlich:

Auch wenn Sie sich dieses Vorgangs bislang so nicht bewußt waren: Schauen Sie doch einmal, nachdem die Person erstellt wurde, auf die Personenansicht ihrer neuen Person. Hier werden Sie alle Elemente wiederfinden, genau wie ich es oben beschrieben habe. Also ändert die Programm-Funktion "Person hinzufügen" überhaupt nichts daran, was getan werden muß, um Daten über eine Person einzugeben. Es werden vielmehr nur einige Schritte automatisiert, um sie für den Anwender einfacher zu machen.

Berichte

Mittlerweile enthalten unsere Elemente schon eine ganze Menge von Informationen. Nicht wahr? Wie machen wir daraus jetzt Berichte? TMG ist in der Lage, Berichte ziemlich genau so zu erstellen, wie Sie es wünschen. Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Ringbuch bereits mit Seiten über mehrere tausend Personen gefüllt. Nehmen wir ferner an, Sie möchten daraus jetzt einen Bericht über einen Ihrer Ur-Großväter erstellen, der zugleich auch noch zwei Generationen seiner Vorfahren einschließt. Also müssen Sie sich zunächst auf die Suche nach den Seiten für eben diese Personen machen. Dann nehmen Sie all die Haftzettel unter die Lupe, selektieren daraus die Informationen, die Sie haben möchten und stellen alles in einem ansprechenden Bericht -so wie Sie sich ihn vorstellen- zusammen. Der Bericht könnte die Form einer Ahnentafel haben oder aus einer Sammlung von Familienblättern bestehen. Es könnte sich aber auch um einen Erzählenden Bericht, vielleicht im Zeitschriftenformat, handeln.

Genauso geht auch TMG vor. Sie legen fest, welche Art von Bericht Sie erzeugen möchten. Welche Personen darin einbezogen werden sollen und möglicherweise auch noch, welche Art von Informationen darin erscheinen sollen. Danach macht sich TMG zunächst auf die Suche nach den Aufzeichnungen über die entsprechenden Personen. Wählt die gewünschten Informationen aus und formatiert diese dann entsprechend dem Stil, den Sie zuvor festgelegt haben. Einige Berichtsformen, wie zum Beispiel Ahnentafeln, nutzen nur sehr wenige Informationen, beispielsweise: primäre Namen, Geburts- und Todesdaten und Ortsangaben.

Für andere Berichtsstile, wie zum Beispiel für "Erzählende Berichte", stellt TMG die in den Elementen enthaltenen Informationen zu vollständigen Sätzen zusammen. Genauso wie Sie es tun würden, würden Sie einen solchen Bericht selbst schreiben. Auch Sie würden zum Beispiel das Datum und die Ortsangaben des Elementes "Geburt" verwenden, um einen Satz zu formulieren wie: "John Doe wurde am 03. Januar 1903 in New York, im Bundesstaat New York, geboren." Computer wissen natürlich nicht, wie man einen einfachen Satz schreibt; bis zu dem Zeitpunkt, an dem man ihnen beibringt, wie. Dies erledigt man in TMG über die bei jedem Element hinterlegten Satzstrukturen. Dieses Thema geht jedoch weit über diese stark vereinfachte Themeneinführung hinaus. Also begnügen wir uns an dieser Stelle zunächst damit festzustellen, daß jeder Element-Typ in TMG eine programmseitig vorgegebene Satzstruktur hat. In den meisten Fällen liefert sie auch ziemlich gute Ergebnisse. Wenn Sie es wünschen, kann man diese Satzstruktur auch benutzerdefiniert anpassen.

Quellen

Eine der besonderen Stärken von TMG ist seine Fähigkeit, Quellen zu dokumentieren. In unserer bisherigen Diskussion haben wir diesen Punkt einfach übersprungen. Also greifen wir ihn jetzt nochmals auf und beschäftigen uns einwenig damit. Dazu kehren wir zunächst zu unserer Notizblock Metapher zurück. Wir fügen ein Trennungsregister in unser Ringbuch ein; und zwar ganz am Ende nach all den Seiten für die bereits erfaßten Personen. Das Trennblatt trägt die Aufschrift "Quellen". In diesem neuen Abschnitt fügen wir für jede Quelle eine eigene Seite hinzu. Auf jede Seite wiederum schreiben wir die "Nummer der Quelle" - ähnlich der ID Nummer auf den Personenseiten. Dann, wiederum auf jeder Seite, notieren wir alle Informationen, die die jeweilige Quelle näher beschreiben: Name, Autor, Datum oder was auch immer es bezogen auf die Quelle gerade ist.

Genaugenommen fügen wir diese in TMG in "Quellen-Elemente" ein, die in gewisserweise ähnlich der Eingabe von Daten in Elemente sind. Auch unsere Haftzettel Metapher ließe sich hier wieder gut verwenden, indem all jene verschiedenen Elemente -für die Erstellung eines Berichtes- zusammengefaßt werden. Diesem Thema wollen wir uns jedoch in einem eigenständigen Artikel dieser Serie besonders widmen, Quellen und Standorte. Für den Augenblick jedoch setzen wir unsere kurze Erklärung fort.

Jetzt, da wir unsere Quellen erstellt haben, müssen wir uns natürlich fragen, wie stellen wir zwischen ihnen und den Informationen, die sie belegen sollen, eine Verbindung her? Das ist nun wirklich ziemlich einfach. Wir schlagen die Seite einer unserer Personen auf. Auf dieser Seite suchen wir uns jetzt einen der Haftzettel aus (Elemente in der Sprache von TMG) und notieren am unteren Rand dieses Zettels die Quellen-Nummer der passenden Quelle. Diesen Vorgang nennt man "zitieren der Quelle". Wenn wir es für sinnvoll halten, können wir auch noch eine kurze Notiz darüber hinzufügen, in welcher Verbindung die Quelle zu dem Element steht. Möglich wäre z.B. darauf hinzuweisen, daß diese Information von der Seite 124 aus einem Buch stammt. Aber auch jedes andere Detail darüber ist vorstellbar, wie die Quelle die Daten, die wir in das Element eingegeben haben, untermauert. TMG bezeichnet solche Notizen als Quellenangaben-Detail.

Nachdem wir alle unsere Haftzettel auf diese Weise bearbeitet haben, können wir jetzt auf jeder Seite nachschauen und finden dort den Hinweis, durch welche Quelle die hier enthaltenen Informationen belegt werden. Das gleiche gilt natürlich auch für die Personenansicht in TMG - öffen Sie doch einmal irgendein Element und schauen Sie nach, welche Quellen hierin zitiert werden. Ergänzend möchte ich noch erwähnen, daß es selbstverständlich auch bei der Erstellung von Berichten mittels TMG möglich ist, das Programm dazu zu veranlassen, auch die Quellen-Information mit auszugeben. Genauso würden Sie es wahrscheinlich auch manuell machen, wenn Sie einen Bericht auf der Basis Ihrer Aufzeichnungen verfassen würden.

Unsere Personenseite mit Quellenangaben
Eine der Quellen-Seiten
Unsere Personenseite mit Quellenangaben
Eine der Quellen-Seiten

Es gibt noch so viel mehr zu sagen

Dieser Überblick streift nur einige der Haupteigenschaften von TMG. Ich habe viele weitere davon weggelassen, und zwar mehr als ich bislang hier erläutert habe. Aber nicht verzagen: In den folgenden Artikeln dieser "Grundlagen" Serie werden noch ein paar andere Eigenschaften beleuchtet:

Merkmale – Das "etwas andere Element"

Mehr Wissenswertes über Quellen – Fortsetzung der Metapher über Quellen und Standorte


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