Terry's TMG Tips

Ein benutzerdefiniertes Testaments-Element

Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 12. Okt. 2005

Versionshinweis: Gültig für die TMG Versionen 6 & 7.

Mit dem Standard-Element "Testament" von TMG kann man die Tatsache, daß eine Person ein Testament erstellt hat, unmittelbar aufzeichnen. Darüber hinaus erlaubt es dem Anwender, jede Art von Information, die er will, im Zusammenhang mit dem Testament zu erfassen. Ich persönlich möchte jedoch, daß der Umstand, daß auch andere Personen in dem Testament erwähnt werden, zusätzlich für eben diese Personen auch in deren eigenem Bericht erscheint. Natürlich könnte man für jede dieser Personen ein separates Element erstellen. Meiner Meinung nach wird diese Aufgabe von einem modifizierten Testaments-Element, in das jede Person einbezogen wird, der eine entsprechende Funktion zugewiesen wurde, viel einfacher erledigt.

Nachfolgend zeige ich Ihnen, auf welche Weise ich das standardmäßige Testaments-Element angepaßt habe, um dieses umzusetzen. Beachten Sie bitte, daß es sich bei allen weiteren - außer den ersten beiden Einträgen - um benutzerdefinierte Funktionen handelt:

Satz für Principal / Hauptperson:
[P] <hinterließ|und [PO] hinterließen> <datiert [D]> <[L]> ein Testament <, [M]>
Satz für Witness / Zeuge:
[W] war <datiert [D]> <[L]> Zeuge, als [P] <und [PO]> ein Testament <hinterließ|hinterließen>
Satz für die
Funktion "Erbe":
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> als Erbe eingesetzt <[WM]><[M0]>
Satz für die
Funktion "Testamentsvollstr.":
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> zum Testamentsvollstrecker bestellt <[WM]><[M0]>
Weibliche Satzstruktur:
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> zur Testamentsvollstreckerin bestellt <[WM]><[M0]>
Satz für die
Funktion "Erbe&Testamentsvoll.":
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> sowohl zum Testamentsvollstrecker bestellt als auch als Erbe eingesetzt <[WM]><[M0]>
Weibliche Satzstruktur:
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> sowohl zur Testamentsvollstreckerin bestellt als auch als Erbin eingesetzt <[WM]><[M0]>
Satz für die
Funktion "Bedachte":
[W] wurde in dem Testament von [P] <datiert [D]> <[L]> bedacht <[WM]><[M0]>
Anwendung:
  • Erfassen Sie den Erblasser (diejenige Person also, die das Testament niedergeschrieben hat) als Principal / Hauptperson.
  • Geben Sie das Unterzeichnungs-Datum des Testamentes in das Datumsfeld ein.

  • Ich zeichne eine Zusammenfassung der Bedingungen, einschließlich der Erben und aller anderen, in dem Notizfeld auf. Auf diese Weise werden sie in ansprechender Form in Berichten über den Principal / die Hauptperson ausgegeben. (Sie könnten selbstverständlich auch einen Satz konstruieren, der die Funktions-Namen verwendet, um zu vermeiden, daß diese Namen im Notizfeld erfaßt werden müssen. Dies tun Sie, wie ich es in meiner "Lehrstunde" über Funktionen beschreibe. Seien Sie sich jedoch bitte darüber im Klaren, daß es schwierig ist, die Sätze auf diese Weise leicht lesbar bzw. verständlich zu gestalten.) Sie könnten auch den Bestätigungsvermerk hier im Notizfeld unterbringen. Ich bevorzuge es jedoch, hierfür ein separates Element zu verwenden und damit quasi das Todesdatum in der Personenansicht mittels dieser beiden Einträge "einzuklammern".

  • Jede einzelne Person, die in dem Testament erwähnt wird, die in dieser Funktion (Beteiligte an einem Testament) auch in ihren jeweiligen eigenen Berichten Erwähnung finden soll, müssen Sie als Witness / Zeuge unter Verwendung der passenden Funktion hinzufügen. Wenn Sie irgendwelche Details festhalten möchten, die dann anschließend in den Erzählungen über diese Personen zusätzlich enthalten sein sollen - zum Beispiel was die Erben tatsächlich geerbt haben -, dann sollten Sie dies in die Zeugen-Notiz für jede dieser Personen eingeben.

Hinweise:
  • Der Ausdruck <[M0]> in sämtlichen vorstehenden Funktionen für Zeugen stellt "M - Null" dar - seine Aufgabe besteht darin, die Ausgabe von Notizen zu unterdrücken. Dies gilt immer dann, wenn Sie die verfügbaren Optionen bezogen auf Notizfelder im Rahmen der Berichts-Definition "angeschaltet" haben.
  • Sollten Sie mit der Anwendung von Funktionen nicht bzw. nicht ausreichend vertraut sein, kann Ihnen die Diskussion im Rahmen meines Artikels Eine "Lehrstunde" über Funktionen möglicherweise weiterhelfen. Ich möchte darauf hinweisen, daß es sich bei dem Testaments-Element, das in diesem grundlegenden Artikel beschrieben wird, nicht uneingeschränkt um das selbe handelt wie hier. Während ich in jenem Artikel einen etwas geschliffeneren Satz für den Principal / die Hauptperson eingesetzt habe, um die Anwendbarkeit von Funktions-Variablen zu erläutern, gebrauche ich diese Form für meine eigenen Daten nicht. Ich bin nämlich der Ansicht, daß die Satzstruktur unnötigerweise komplex ist, um in einer ganzen Reihe von lebensechten Umständen wirklich erfolgreich eingesetzt werden zu können.

Weitere Verbesserung des Testaments-Elementes

Das zuvor beschriebene Testaments-Element funktioniert einwandfrei und ich habe es über einige Jahre hinweg in dieser Form benutzt. Kürzlich habe ich es meiner Meinung nach dennoch um einige Verbesserungen erweitert, an denen vielleicht auch Sie Interesse haben.

Das oben definierte Testaments-Element "zwingt" den Anwender dazu, in das Notizfeld jedwede Art von Beschreibungen der Inhalte des Testamentes einzugeben, die in eine etwaige Ausgabe später miteinbezogen werden sollen. In der dargestellten Form dieses Elementes müssen auch die Namen von Testamentsvollstreckern, Erben usw. in das Notizfeld manuell eingegeben werden, wenn sie in der Beschreibung enthalten sein sollen. Das funktioniert ja eigentlich ganz gut, aber beinhaltet gleichzeitig auch drei Nachteile. Es lädt zu Tippfehlern ein, die Namen werden nicht aktualisiert - wenn Sie sich vielleicht später einmal entscheiden sollten die Art zu ändern, wie Sie die Namen jener hier erwähnten Personen eingeben - und desweiteren tauchen diese Namen auch nicht als Links / Verknüpfungen auf, wenn Sie sich für eine Ausgabe der Daten mittels Second Site entscheiden.

Sämtliche dieser Probleme werden unmittelbar gelöst, wenn die Namen in Form von Variablen, die sich auf die in dem Element erfaßten Witnesses / Zeugen beziehen, eingegeben werden - anstatt sie einzutippen. In der Praxis habe ich für mich persönlich die Entscheidung getroffen, daß ich es oft gar nicht will, mich auf sämtliche Erben - sagen wir einmal als Gruppe - zu beziehen. Viel lieber möchte ich die Namen dieser Personen einzelnen erwähnen. Dies läßt sich aber solange nicht umsetzen, wie allen Erben die gleiche, allgemeine Funktion zugewiesen wurde. Vor diesem Hintergrund habe ich mein Testaments-Element verbessert, indem ich ihm ergänzende Funktionen hinzufügt habe, damit ich über diese einen Bezug zu einzelnen Personen oder kleineren Gruppen von Personen herstellen kann, die bislang dieselbe Funktion hatten:

Satz für die Funktion "Erbe1":
[W] wurde in dem Testament von [P]<datiert [D]> <[L]> als Erbe eingesetzt <[WM]><[M0]>
Satz für die Funktion "Erbe2":
[W] wurde in dem Testament von [P]<datiert [D]> <[L]> als Erbe eingesetzt <[WM]><[M0]>
Satz für die Funktion "Testamentsvollstr1":
[W] wurde in dem Testament von [P]<datiert [D]> <[L]> zum Testamentsvollstrecker bestellt <[WM]><[M0]>
Weibliche Satzstruktur:
[W] wurde in dem Testament von [P]<datiert [D]> <[L]> zur Testamentsvollstreckerin bestellt <[WM]><[M0]>

Achten Sie bitte darauf, daß sie sich nur durch den Namen der Funktion, dem die Ziffern 1, 2, usw. hinzugefügt wurden, unterscheiden. Die Sätze dagegen sind nach wie vor die gleichen geblieben. Selbstverständlich können bei Bedarf darüber hinaus weitere Variationen jeder Funktion ergänzt werden, um die verschiedenen Beteiligten noch weiter zu unterscheiden.

Ein Beispiel kann vielleicht dabei helfen, die Anwendung zu erläutern. Nehmen wir an, wir wollen die folgende Beschreibung der Inhalte eines Testamentes erstellen:

...bestellte seinen Bruder Matthew und seinen Schwiegersohn Rubin B. O'Hara zu Testamentsvollstreckern. Er bedachte seine acht Kinder, hinterließ seinen Töchtern Mary Ann, Margaret Aurelia, Helen Minerva und Larin Elvira jeweils einen persönlichen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Pferd und Silber, und seinen Söhnen Mathew Skinner, Giles James, Chittenden Patton und Thompson Archer ein Schwert, eine Uhr oder 100 Dollar für ihre Ausbildung.

Um diesen Text zu erzeugen, würde ich das Folgende in das Notizfeld eingeben:

bestellte seinen Bruder [RF:Testamentsvollstr.] und seinen Schwiegersohn [R:Testamentsvollstr1] zu Testamentsvollstreckern. Er bedachte seine acht Kinder, hinterließ seinen Töchtern [RG:Erbe] jeweils einen persönlichen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Pferd und Silber, und seinen Söhnen [RG:Erbe1] ein Schwert, eine Uhr oder 100 Dollar für ihre Ausbildung

 Wie Sie sehen, wurde in diesem Beispiel dem Bruder Matthew die Funktion "Testamentsvollstr." zugewiesen; seinem Schwiegersohn Rubin jedoch die Funktion "Testamentsvollstr1". Sämtliche Töchter verfügen über die Funktion "Erbe", während die Söhne mit der Funktion "Erbe1" versehen worden sind. Offenkundig erfordert diese Methode jedoch vorab einiges Nachdenken darüber, wie die Notiz für die Hauptperson / den Principal gestaltet wird, wenn den anderen Beteiligten diese Funktionen zugewiesen werden. Sicherlich haben Sie auch bemerkt, daß ich andere Formen der Variablen für Funktionen benutzt habe, um nur den Rufnamen für den Bruder, den vollständigen Namen für den Schwiegersohn und nur die Vornamen für die Kinder zu erzeugen.


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