Terry's TMG Tips

Elemente als "primär" markieren -und-
Steuerung von ausdruckbaren Elementen

Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 15. Jun. 2005.

Versionshinweis: Gültig für die Versionen TMG 6

Viele Anwender von TMG scheinen der Auffassung zu sein, daß das Markieren von Elementen als "primär" in sehr engem, bis unmittelbaren Zusammenhang damit steht, welche Elemente in Berichten ausgedruckt werden und welche eben nicht. In meinen Augen ist dies ein klarer Fehler. Anwender tun gut daran, beide Vorstellungen stets voneinander getrennt zu betrachten. Es ist durchaus richtig, daß in vielen Berichten eine Option existiert, nur "Primäre Elemente" auszudrucken. Meiner Meinung nach sollte diese Möglichkeit von der überwiegenden Anzahl der Anwender von TMG schlichtweg ignoriert werden. Stattdessen sind die Anwender viel besser damit bedient, wenn Sie die unten näher beschriebenen Methoden zur Steuerung des Ausdrucks von Elementen benutzen.

Bevor wir uns jedoch mit diesem Thema befassen, lassen Sie uns zunächst einen Schritt zurück gegen. Wir wollen uns jetzt erst damit beschäftigen, in welcher Art und Weise TMG mit dem "primären Status" von Elementen eigentlich umgeht.

Bedeutung der "Primär-Markierung" von Elementen

Die Anwendung des "Primär Status" ist überaus bedeutsam für einige Elementtypen. Sie ist weniger bedeuted für andere und gänzlich unbedeuted für wiederum andere. Darüber hinaus hängt die Wichtigkeit auch davon ab, wo wir einen Blick auf die Informationen werfen - direkt auf dem Bildschirm, in Diagrammen oder in Berichten. Erst danach - und eben erst jetzt - ist sie davon abhängig, welche dann gedruckt werden. In der bis zu einem gewissen Grad vereinfacht dargestellten, nun folgenden Tabelle habe ich versucht, die Bedeutung der "Primär-Markierung" für Elementtypen in unterschiedlichen Situationen zusammenzufassen. Hierfür habe ich diese Bewertungsskala benutzt:

Hoch
Mittel
Unerheblich

Element
Typen
Direkte Bildschirm-Ausgaben
Vorfahren- und Nachkommen- Diagramme
Erzählende Berichte, Familienblätter
Name
Steuert den primären Namen
Steuert den primären Namen
Steuert den primären Namen
Eltern / Kind
Steuert Eltern; erscheint in Kinder- und Geschwister-Fenstern sowie in Baum- und Familienansichten
Steuert die Anzeige von Eltern
Steuert Eltern, über die berichtet wird
Geburt
Steuert in vielen Bildschirmen die Lebensspanne; Spalte "Alter"
Steuert Geburtsdatum / -ort
Abhängig von Berichts-Optionen
Heirat
Steuert die Partner Anzeige in Kinder- und Geschwister-Fenstern sowie in Baum- und Familienansichten
Steuert die Partner Anzeige sowie Heiratsdatum / -ort
Steuert Partner, über die berichtet wird
Tod
Steuert in vielen Bildschirmen die Lebensspanne
Steuert Todesdatum / -ort
Abhängig von Berichts-Optionen
Andere Ereignisse
Filter für primäre Ereignisse in der Elemente-Box
Steuert die Anzeige von Elementen (nur gültig für Tafel-Diagramme)
Abhängig von Berichts-Optionen

Ich möchte nochmals auf meine Einschätzung hinweisen, daß der "Primäre Status" ausschließlich für die Namens-, die Eltern / Kind- und die Heirats-Elemente in Erzählenden Berichten und Familienblättern wichtig ist. (Das gleiche gilt übrigens auch für Personenblatt-Detailaufzählungen.) Meine Aussage basiert im wesentlichen auf meinen Erfahrungen, die ich mit der Anwendung der weiter unten empfohlenen Methoden zur Ausgabesteuerung, bezogen auf diese Berichte, gesammelt habe.

Für die meisten Gruppen von Elementtypen gilt, daß jeweils nur ein Element der Gruppe als "primär" markiert werden kann und zwar bezogen auf jede beliebige Kombinationsart von Hauptpersonen. Demgegenüber ist für die Elementtypen der Gruppe "Andere Ereignisse" gültig, daß ein Element jedes Typs als "primär" markiert werden kann - pro Kombination von Hauptpersonen. Deshalb Achtung: Wenn Sie mehr als ein Element "Anmerkung" zu einer Person angelegt haben, kann trotzdem nur ein einziges den Status "Primär" tragen.

Sollten Sie die Option "Primäre Ereignisse" dazu benutzen, um deren Ausgabe zu steuern, dann beachten Sie bitte, daß nur eines solcher Elemente ausgedruckt werden kann. Eine vorstellbare Lösung könnte darin bestehen, verschiedene Variationen solcher Elemente zu erstellen; wie zum Beispiel Anmerkung1, Anmerkung2, Anmerkung3 usw. Auf diese Weise könnte jedes als "primär" markiert werden. An dieser Stelle aber noch ein Hinweis: die "Lösung" funktioniert ausschließlich für Elemente der Gruppe "Andere Ereignisse". Dagegen ist es unvermindert nicht möglich beide, sowohl das Element "Geburt" als auch zum Beispiel das Standard-Element "Taufe / allgemein", gleichzeitig einzubinden, da beide aus der Gruppe "Geburt" stammen. Genauso wenig können beide Heiraten (wenn ein Paar zunächst heiratet, sich dann scheiden läßt und anschließend erneut heiratet) oder mehrere Ereignisse, die mit der Heirat in Verbindung stehen, wie Verlobung, zur gleichen Zeit eingebunden werden. Dieses sind grundsätzliche Feststellungen.

Es gibt jedoch einen viel besseren Weg! Fahren Sie mit dem Lesen fort und lassen Sie sich überraschen wie.

Markierung von Elementen als "primär"

In der überwiegenden Anzahl der Fälle brauchen Anwender von TMG überhaupt nichts zu tun - bezogen auf den "primären Status" von Elementen. Das Programm wendet alles, was im Allgemeinen notwendig ist, automatisch an. Wenn Sie ein neues Element hinzufügen, wobei es sich um das erste Element einer vorhandenen Gruppe (oder eines Typs bei den "anderen Ereignis-Elementen") handeln muß, wird dieses automatisch als "primär" markiert. Dies ist im Allgemeinen völlig ausreichend; betrachten wir die Elementtypen in den oben aufgezeigten Kategorien "Hoch" oder "Mittel". Ich bin zudem der Auffassung, daß man grundsätzlich davon absehen sollte, die anderen Elemente als "primär" zu markieren.

Trotzdem gibt es auch hier -wie meistens- die berühmte Ausnahme von der Regel. Zum Beispiel möchten Sie vielleicht doch ein anderes Namens-Element als "primär" markieren. Oder, da vielleicht realitätsnäher, Sie legen zunächst ein Element "Taufe / allgemein" an. Dieses befindet sich per Programm-Vorgabe in der Gruppe "Geburt". Dann -zu einem späteren Zeitpunkt- legen Sie zusätzlich auch noch ein Element "Geburt" an. Und jetzt möchten Sie das letztere als "primär" markieren. Ein anderes Ziel eines Anwenders von TMG, der Elemente der Gruppe "Andere Ereignisse" eingeschlossen wissen möchte, kann möglicherweise darin bestehen, daß er beabsichtigt, daß nur ein bestimmtes Element dieses Typs benutzt wird. Deshalb muß er es als "primär" markieren.

Wenn Sie ein Element manuell als "primär" markieren möchten, dann ist dies sehr einfach möglich. Sie wählen das betreffende Element durch Anklicken aus. Dann gehen Sie alternativ wie folgt vor:

Sofort wird das Element als "primär" markiert. Und für den Fall, daß bereits ein anderes Element desgleichen Typs zu einem früheren Zeitpunkt als "primär" markiert worden ist, wird der "primäre Status" von diesem Element entfernt.

Dies ist die Standard-Vorgabe: "primäre" Elemente werden als solche im "Elemente-Bereich" durch ein Sternchen vor der Typenbezeichnung markiert (Sie erinnern sich sicher: dies ist das große Fenster in der Personenansicht). Für all dienigen von Ihnen, denen dies so nicht gefällt, bietet das Programm in Datei > Einstellungen > Programm-Optionen > Elemente auch die Option an, daß die Typenbezeichnungen stattdessen in Fettschrift angezeigt werden.

Anwendung der Methode "Ausgewählte Elemente"

Für Erzählende Berichte, Familienblätter und die Personenblatt-Detailaufzählung existieren zwei Bündel von Optionen, die steuern, welche Elemente in einen Bericht einbezogen werden und welche eben nicht. Der weiter unten gezeigte Screenshot -der für die Zeitschriftenformate möglichen Optionen- veranschaulicht dies. Die gleichen Optionen stehen auch für die anderen von mir erwähnten Berichtsarten zur Verfügung. Allein das Bildschirm Layout weicht ein wenig ab.

Berichts-Optionen

Der Bildschirm "Berichts-Optionen" läßt sich ganz einfach öffnen, indem Sie auf die Schaltfläche "Optionen.." in der unteren linken Ecke des Bildschirmes "Berichts-Definition" klicken. Anschließend klicken Sie auf den Reiter "Elemente". Welche Elemente einbezogen werden, wird über die Einstellungen in zwei unterschiedlichen Abschnitten gesteuert:

"Richtiges" Arrangieren von Daten zum Zweck der Ausgabesteuerung

Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei dieser Methode darin, Informationen, die Sie manchmal von der Ausgabe ausnehmen wollen, in andere Elementtypen einzugeben als diejenigen sonstigen Daten, die stets einbezogen werden sollen. Beispiele hierfür finden Sie in dem Abschnitt über das Verwalten von Abweichenden Daten oder über die Aufzeichnung von Forschungs-Anmerkungen. Diese Beispiele zeigen Wege auf, wie man Informationen in unterschiedliche Elementtypen auseinander trennt, wenn man möchte, daß sie manchmal in Berichte einbezogen werden sollen und manchmal auch nicht. Es ist überaus wichtig, daß Sie bei der Dateneingabe stets konsequent vorgehen - geben Sie also niemals Daten, die zuweilen nicht einbezogen werden sollen in dieselben Elementtypen ein, die Sie auch für die Daten nutzen, die immer ausgedruckt werden sollen.

Im Allgemeinen speichere ich persönlich wenigstens zwei Konfigurationen von den Berichts-Typen, die ich laufend benutze. Eine davon bezeichne ich als "Hübsch". Diese nutze ich dann für Berichte an Cousins (Cousinen), die keinen Wert auf die Feinheiten der Ahnenforschung legen. Der andere, der die Bezeichnung "Sämtliche Details" trägt, ist gedacht für befreundete bzw. gleichgesinnte Ahnenforscher. Er enthält sämtliche "verdammten" Einzelheiten. Beide jedoch sind benutzerdefiniert, damit Sie auch die verschiedenen Elementtypen wiedergeben können, die für die unterschiedlichen Empfängergruppen angemessen sind.

Schlußfolgerungen

Durch die "richtige" Kombination einer bewußten Zuweisung von Daten zu Elementtypen auf der einen Seite und die Auswahl der "am besten" geeigneten Berichts-Optionen auf der anderen Seite erreicht man als Anwender von TMG eine sehr flexible Steuerungsmöglichkeit bezogen auf die Ausgabe in Berichten. Sie ist weitaus facettenreicher, als dies überhaupt jemals durch die Nutzung von "primär" markierten Elementen möglich wäre.


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