Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 09. Jul. 2006
Versionshinweis: Gültig für die TMG Versionen 6 & 7.
Dieser Artikel befaßt sich mit den "Herausforderungen" im Rahmen der Dateneingabe, die "plötzlich und unerwartet" auftauchen, wenn man eine andere Sprache als Englisch verwendet.
Weitere Artikel, die man entweder auf der Hauptseite zum "Thema" Sprachen findet, oder die mit den entsprechenden Stellen weiter unten verknüpft sind, bieten bei Bedarf noch mehr an Detailinformationen über artverwandte Bereiche.
Obwohl TMG sehr umfangreiche Möglichkeiten bietet in verschiedenen Sprachen zu arbeiten, gibt es denn doch immer noch einige Aspekte des Programms, die auf dessen englischsprachige Basis zurückzuführen sind bzw. diese immer wieder erkennen lassen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit einigen hiervon und liefert Ihnen zugleich ein paar Vorschläge, wie Sie mit ihnen umgehen könnten.
|
Dieser Artikel enthält die nachfolgenden Themen
|
|
| Umgang mit englischen Monatsnamen | |
| Korrektur englischer Feldbezeichnungen | |
| Übersetzung von Quellenbestandteilen | |
| Ersatz für die standardmäßigen, englischen Namen für Funktionen (Englisch: Roles) | |
| Probleme mit standardmäßigen Merkmalen | |
Daten können in TMG in einer ganzen Bandbreite von Formaten eingegeben werden und TMG wird diese immer als "reguläre" also gültige Daten erkennen. Wenn wir von einem regulären Datum sprechen dann bedeutet dies, daß TMG diese vom Anwender erfaßte Datumsangabe versteht und sie somit zur Sortierung, zur Berechnung von Alterangaben sowie weiteren Dingen verwenden kann. Zudem können reguläre Daten in Fenstern innerhalb von TMG und in Berichten in einer Vielzahl von Formaten angezeigt werden. Welches Format zum Einsatz kommt, das legt der Anwender selbst in den Programmeinstellungen und / oder den Berichtsoptionen fest. Sollte das angezeigte Format den Monatsnamen als Textausgabe enthalten, dann wird auch dieser Text in der vom Anwender gewählten Sprache angezeigt.
Jetzt folgt ein Ausschnitt möglicher Formate, in denen Daten eingegeben werden können und später auch als solche erkannt werden:
| 30 Aug 1864 | 30/8/1864 |
| 30 August 1864 | 30.8.1864 |
| Aug 30, 1864 | 30 8 1864 |
| August 30, 1864 | 8 30 1864 |
| August 30 1864 | 8/30/1864 |
Bei genauem Hinsehen werden Sie feststellen, daß sowohl vollständig numerische wie auch Formate, die für den Monat Text verwenden, erkannt werden; zeitgleich gibt es vielfältige Zeichensetzungen und mögliche Trennungszeichen.
Das Problem: Die Einschränkung besteht darin, daß Texteingaben für Monatsnamen ausschließlich bei Verwendung der englischen Schreibweise bzw. Abkürzungen erkannt werden.
Mögliche Lösungen:
TMG stellt für die Erfassung der verschiedenen Elemente von Ortsbezeichungen, wie zum Beispiel Stadt, Kreis und Bundesstaat, zehn unterschiedliche Felder bereit. Weitere Details finden Sie bei Bedarf in meinem Artikel "Eine Lehrstunde" der Dateneingabe. Der Vorteil Ortsbezeichnungen in diesen Feldern zu erfassen ist, daß sie Ihnen zum einen erlauben genau zu steuern, wie oder ob jedes Element in den verschiedenen Berichten und Diagrammen angezeigt wird. Zum anderen ermöglichen sie unterschiedliche Such- und Filtermöglichkeiten.
In ähnlicher Weise stellt TMG für die Erfassung der verschiedenen Elemente von Personennamen, wie zum Beispiel Titel, Vorname und Nachname, neun getrennte Felder zur Verfügung. Weitere Details finden Sie Bedarf in meinem Artikel "Eine Lehrstunde" der Dateneingabe. Der Vorteil Namen in diesen Feldern zu erfassen ist, daß sie Ihnen zum einen erlauben genau zu steuern, wie oder ob jeder Name in den verschiedenen Berichten und Diagrammen angezeigt wird. Zum anderen ermöglichen sie unterschiedliche Such- und Filtermöglichkeiten.
Das Problem: Standardmäßig sind die Bezeichnungen der Namens- und Ortselemente in Englisch, und zwar unabhängig davon welche Sprache der Anwender eingestellt hat.
Mögliche Lösung:
Erstellen Sie sowohl einen benutzerdefinierten Namensstil wie auch einen benutzerdefinierten Ortsstil - in der von Ihnen bevorzugten Sprache. Sobald Sie diese Stile dann anwenden, werden Ihre eigenen Bezeichnungen diejenigen der programmseitig vorgegebenen englischen ersetzen. In meinem Artikel über die Anwendung von Stilen zur Übersetzung von Namen und Ortselementen finden Sie eine Erläuterung über den Gebrauch von Stilen in dieser Art und Weise.
TMG stellt seinem Anwender eine Vielzahl von Quellen-Vorlagen zur Verfügung, um die unterschiedlichsten Quellentypen erfassen zu können. Die Vorlagen arrangieren die verschiedenen Elemente, die der Anwender eingibt, wie zum Beispiel Titel, Autor, Datum etc., innerhalb von Quellenhinweisen, die ihrerseits wiederum entsprechend der bekannten Stilhandbücher gestaltet werden. Zugleich steuern sie auch die Reihenfolge der Elemente und spezielle Formatierungen wie beispielsweise Kursivschrift und Zeichensetzung. In einigen anderen Fällen liefern sie auch Text wie "editor" (Deutsch: Herausgeber) oder "compiler" (Deutsch: Verfasser).
1. Problem: Die Namen der Quellentypen sind stets in englischer Sprache, obwohl der Anwender eine andere Sprache eingestellt hat.
Mögliche Lösung:
Benennen Sie die von Ihnen gewöhnlich genutzten Quellentypen einfach um und setzten Sie hierfür stattdessen Ihre gewünschte Sprache ein. Dabei gehen Sie wie folgt vor:
Öffnen Sie die Zentrale Quellenliste (über das Menü "Werkzeuge") und wählen Sie den Quellentyp aus, den Sie umbenennen möchten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Bearbeiten" - in dem sich nun öffnenden Fenster bearbeiten Sie das Feld "Benutzerdefinierter Quellentyp" im oberen Bereich dieses Fensters, so daß hier anschließend "Ihr Wunschname" steht.
- Wiederholen Sie diesen Vorgang für jeden weiteren Quellentyp, den Sie umbenennen möchten.
Sie haben nur dann die Möglichkeit die Namen von Quellentypen zu bearbeiten, wenn Sie die standardmäßige Benutzerdefinierte Quellenkategorie verwenden. Sollten Sie jedoch die Quellenkategorie von "Mills" oder "Lackey" einsetzen, dann lesen Sie bitte unbedingt den Hinweis "Vorsicht / Achtung" im oberen Bereich meines Artikels über die Erstellung von benutzerdefinierten Quellentypen. Hier finden Sie notwendige Instruktionen über den Wechsel zu "Benutzerdefiniert".
2. Problem: Sämtliche Ausdrücke bzw. Redewendungen, die diese Vorlagen enthalten, sind in Englisch und nicht in der Sprache, die der Anwender eingestellt hat. Zudem folgt auch die Zeichensetzung den entsprechenden Regeln für amerikanisches Englisch. Damit weicht sie zuweilen von Zeichensetzungsregeln anderer Sprachen ab.
Mögliche Lösung:
Bearbeiten Sie die von Ihnen gewöhnlich benutzten Quellentypen so, daß sie einem Einsatz in der von Ihnen bevorzugten Sprache genügen. Mein Artikel über das Arbeiten mit Quellenvorlagen erläutert, wie man die Vorlagen bearbeitet.
Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Arbeit für sämtliche Vorlagen auf einmal zu erledigen. Wenn Sie mögen, dann können Sie damit durchaus warten, bis Sie einen Bericht mit Quellenhinweisen ausdrucken und in diesem Zuge die Ausgabe überarbeiten. Sollten Sie nun auf irgendwelche Probleme treffen, dann bearbeiten Sie die entsprechenden Quellentypen jetzt.
3. Problem: Die Bezeichnungen der Quellenelemente sind stets in Englisch und nicht in der vom Anwender gewählten Sprache. Da es sich bei diesen Namen um Bezeichnungen für jedes Feld handelt, sieht der Anwender auch englische Bezeichnungen für die Dateneingabe-Felder im Fenster "Quellendefinition".
Mögliche Lösung:
Benennen Sie gewöhnlich benutzte Quellenelemente um und verwenden Sie hierfür Bezeichnungen in Ihrer bevorzugten Sprache. So gehen Sie hierzu vor:
Öffnen Sie die Liste "Quellenelemente" (über das Menü "Werkzeuge") und wählen Sie das Quellenelement aus, das Sie anders benennen möchten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Bearbeiten" - in dem sich nun öffnenden Fenster bearbeiten Sie das Namensfeld im oberen Bereich des Fensters, so daß dort nun der Name erscheint, den Sie haben möchten. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK" und anschließend auf "Yes" (Ja), sobald der folgende Warnhinweis erscheint. Nun haben Sie jedes Vorkommen des bearbeiteten Elementes, einschließlich der Feldbezeichnungen im Fenster Quellendefinition sowie der Ausgabevorlagen, auf den von Ihnen gewünschten Namen geändert.
Wiederholen Sie diesen Vorgang für jedes weitere Element, das Sie umbenennen möchten .
Eine Auflistung sämtlicher standardmäßigen Quellenelemente könnte in diesem Zusammenhang hilfreich sein. Diese finden Sie hier (z.Z. nur in Englisch).
Innerhalb von TMG werden sämtliche Ereignisse, die mit Personen in Verbindung stehen, in Elementen aufgezeichnet. Dabei werden den Personen, die in diesen Elementen eingegeben werden, bestimmte Funktionen zugewiesen, die auf die jeweilige Rolle, die diese Personen hier gespielt haben, hinweisen. Programmseitig wird dem oder den beiden Hauptbeteiligten die Funktion des "Principal" (Deutsch: Hauptperson) zugewiesen und sämtlichen weiteren Beteiligten die Funktion "Witness" (Deutsch: Zeuge). Einige Elementtypen verfügen über zusätzliche standardmäßige Funktionen, die man optional einsetzen kann; ein Element "Heirat" hat z. B. die Funktionen "Bride" (Deutsch: Braut) und "Groom" (Deutsch: Bräutigam). Ferner haben Sie als Anwender die Möglichkeit, jede beliebige Anzahl zusätzlicher benutzerdefinierter Funktionen zu erstellen.
Das Problem: Die Namen für die Standard-Funktionen sind immer in englischer Sprache, unabhängig von der Sprache, die der Anwender eingestellt hat.
Mögliche Lösung:
Erstellen Sie als Ersatz für die Standard-Funktionen eigene, benutzerdefinierte Funktionen für die von Ihnen üblicherweise genutzten Elementtypen - in "Ihrer" Sprache. Sortieren Sie Ihre benutzerdefinierten Funktionen an den Anfang der Auflistung der Funktionen. Auf diese Weise werden diese programmseitig den neuen Elementen anstelle der sonst üblichen "Principal" (Deutsch: Hauptperson) und "Witness" (Deutsch: Witness) Funktionen automatisch zugewiesen. Dies setzen Sie wie folgt um:
Öffnen Sie die Zentrale Elementtypliste (über das Menü "Werkzeuge") und wählen Sie den Elementtyp aus, den Sie anpassen möchten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Bearbeiten". In dem sich anschließend öffnenden Fenster gehen Sie zum Reiter "Funktionen und Sätze".
Wählen Sie nun diejenige Standard-Funktion aus, die Sie ersetzen möchten. Dann klicken Sie auf die Schaltfläche "Neu" unterhalb der Liste der Funktionen (hierdurch wird gleichzeitig auch der Satz für die Standard-Funktion Ihrer benutzerdefinierten Funktion zugewiesen).
Geben Sie Ihrer neuen Funktion nun einen Namen in Ihrer Sprache und klicken dann auf die Schaltfläche "OK".
Wählen Sie Ihre neuerstellte Funktion aus und verwenden Sie jetzt die kleinen nach oben bzw. nach unten zeigenden Pfeile, um sie oberhalb der Standard-Funktionen einzusortieren. Plazieren Sie diejenige, die die Funktion "Principal" (Deutsch: Hauptperson) ersetzen soll ganz am Anfang der Liste.
Erstellen Sie so viele zusätzliche Funktionen wie Sie mögen, indem Sie die Schritte 3, 4 und 5 wiederholen. Dann schließen Sie die Fenster.
Wiederholen Sie diesen Prozess für jeden Elementtyp, den Sie anpassen möchten .
Jetzt wird einem neuen Element des Typs, den Sie soeben modifiziert haben, die benutzerdefinierte Funktion, die Sie an den Anfang der Liste der Funktionen sortiert haben als Standard-Funktion zugewiesen.
Die Standard-Funktionen können Sie weder gänzlich löschen, noch können Sie deren Namen bearbeiten. Somit ist es wahrscheinlich die beste Lösung, sie der Einfachheit halber einfach an das Ende der Liste der Funktionen zu sortieren und sie zu "vergessen".
TMG stellt seinem Anwender "Merkmale" zur Verfügung, um einfache Informationen über Personen festzuhalten, zum Beispiel ob eine Person noch lebt oder nicht. Es gibt sieben Standard-Merkmale. Zusätzlich kann der Anwender jede beliebige Anzahl von benutzerdefinierten Merkmalen anlegen. Drei Merkmale - aus der Standardgruppe - sind von besonderer Wichtigkeit im Rahmen der Funktionalität des Programms:
|
Sex (Geschlecht):
|
steuert, ob eine Person als männlich, weiblich oder als unbekannten Geschlechts aufgezeichnet wird. |
|
Living (Lebend):
|
gibt an, ob eine Person als noch lebend oder als nicht mehr lebend eingestuft wird. Optional wird dieses Merkmal dazu eingesetzt, um die Ausgabe von lebenden Personen in Berichten zu steuern. |
|
Birth Order (Geburtsreihenfolge):
|
steuert die Reihenfolge, in der Kinder eines Paares angezeigt werden, wenn die Geburtsdaten der Kinder nicht bekannt sind. |
Das Problem: Die Bezeichnungen der Standard-Merkmale sind stets in englischer Sprache, unabhängig davon welche Sprache der Anwender eingestellt hat. Zudem setzen sich die verfügbaren Werte für diese Merkmale u.a. zusammen aus M (Englisch: male / Deutsch: männlich), F (Englisch: female / Deutsch: weiblich), Y (Englisch: yes / Deutsch: Ja) sowie N (Englisch: no / Deutsch: Nein) sowie zudem aus Zahlen und dem Fragezeichen. Diese Werte können auch nicht geändert werden.
Mögliche Lösung:
Mir ist leider keine Lösungsmöglichkeit bezogen auf diese Problematik bei den Merkmalen bekannt. Vielleicht erstellen Sie sich einfach einen "Merkzettel" mit den Bedeutungen der englischen Begriffe.
Einige Dinge können überhaupt nicht übersetzt werden; ganz egal, welche Sprache man für TMG verwendet. Diese umfassen:
GEDCOM Elementnamen die GEDCOM Elementbezeichnung für jeden Elementtyp (festgelegt im Reiter "Weitere" im Fenster "Elementtyp-Definition") wird niemals übersetzt. Diese Namen werden eingesetzt, um jedes Element eindeutig zu identifizieren, sobald eine GEDCOM Datei exportiert wird. Die Elementnamen sind innerhalb der GEDCOM Spezifikationen festgelegt. Sie wurden bzw. werden publiziert von der Church of Jesus Christ of Later Day Saints (LDS oder Mormonen / Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage). Es existiert nur ein einziger sprachunabhängiger Satz von Namen für diese Elemente. Obgleich man den Eindruck haben kann, es handele sich dabei um Abkürzungen der entsprechenden englischen Worte, so werden diese Bezeichnungen völlig unabhängig von einer Sprache stets identisch angewandt. Sie können niemals übersetzt werden, ober aber das Programm, das die GEDCOM Datei "verarbeiten" will, wird schlicht und einfach unfähig sein, die Daten, die sie enthält, zu interpretieren bzw. zu benutzen.
Variablen für Sätze die Variablen, die innerhalb von Sätzen / Satzstrukturen genutzt werden, sehen im allgemeinen so aus, als handele es sich hierbei um den ersten Buchstaben eines englischen Wortes, das die Funktion / Anwendungsweise der Variable beschreibt. Diese Variablen verändern sich auch dann nicht, wenn man TMG in einer anderen Sprache betreibt.
| Kontakt
zu Vera (für deutsche Nachrichten) |
Copyright 2000-2008