Terry's TMG Tips

Umgang mit Unbekannten Namen

Deutsche Veröffentlichung dieser Seite am 10. Sept. 2005

Versionshinweis: Gültig für die Versionen TMG 5 & 6.

Wir treffen relativ häufig auf Personen, für die wir leider nicht beides den Vornamen und zeitgleich auch den Nachnamen bestimmen können. Es ist zum Beispiel beinahe üblich, daß wir in irgendwelchen Quellen auf verheiratete Frauen stoßen, die zwar deren Vornamen beinhalten aber nicht den Geburtsnamen. Gelegentlich kommt es auch vor, daß wir Informationen über Personen aufzeichnen möchten, von denen wir weder den Vor- noch den Nachnamen kennen. Hierzu ein Beispiel: Wir bringen zwar den Geburtsort der Mutter eines unserer Ahnen in Erfahrung, aber nicht ihren Namen. Wir möchten diese Daten aber trotzdem in einem Personeneintrag für die Mutter festhalten. Dieser Artikel setzt sich mit den verschiedenen Methoden auseinander, wie man in TMG mit solchen unbekannten Namen umgehen kann.

Selbstverständlich kann ein Name in einigen Fällen auch automatisch vom Programm übernommen werden. Wann man hiervon Gebrauch machen sollte, anstatt sonstige Wege für die Namensaufzeichnung zu beschreiten, das wollen wir hier ebenfalls diskutieren. Auch hierfür möchte ich Ihnen ein Beispiel geben: Nehmen wir einmal an, Sie treffen auf eine gesellschaftliche Kultur, in der es gängig war, daß die Kinder den Nachnamen ihres Vaters übernahmen. Dann können Sie ganz einfach, wenn Sie die Daten für Jemandes Vater aufzeichnen möchten, den Nachnamen des Kindes eingeben.

Dieser Artikel setzt sich dagegen nicht mit möglichen Problemen aus dem Nicht-Vorhanden-Sein von sonstigen Namen auseinander. Hierbei könnte es sich z. B. um Personen aus Kulturkreisen handeln, die keine Nachnamen, keine königlichen Namen oder Adelsnamen, Geschlechternamen usw. benutzen.

Sie haben die freie Wahl - Geben Sie Ihren eigenen Ausdruck ein oder lassen Sie den Namen frei

Bei Ihrer Entscheidung darüber, wie Sie unbekannte Namen in TMG erfassen, sollten Sie bedenken, welche Auswirkungen dies auf zwei wesentliche Bereiche hat, nämlich - wie der Name später in Bildschirmen innerhalb von TMG angezeigt wird und weiter, wie er in Berichten erscheinen wird. Beide Bereiche sind auf gewisse Weise unabhängig voneinander, da TMG eine eigenständige Einstellungsmöglichkeit beinhaltet, wie unbenutzte Namensfelder in Berichten dargestellt werden.

Vom Grundsatz her gibt es zwei denkbare Vorgehensweisen. Sie geben einen Ausdruck Ihrer Wahl anstelle des unbekannten Namens ein (sagen wir einmal "Unbekannt" oder "---?---") oder Sie lassen das Namenselement für den unbekannten Namen einfach leer. Sollten Sie sich dafür entscheiden, einen bestimmten Ausdruck zu verwenden, dann wird dieser anschließend in sämtlichen Bildschirmanzeigen von TMG auftauchen, auch in der Auswahlliste, und auch in allen Berichten. Lassen Sie das entsprechende Namensfeld dagegen leer oder unbenutzt, dann wendet TMG seine eigenen programmseitigen Ausdrücke in verschiedenen Fenstern und Berichten an:

Terry's Empfehlung - Lassen Sie den fehlenden Namen frei

Obwohl es einige von Ihnen sicherlich bevorzugen werden, den von Ihnen gewählten Ausdruck unmittelbar in das jeweilige Namensfeld einzugeben, um somit direkte Kontrolle darüber zu haben, wie diese Namen später in der Auswahlliste erscheinen, kann ich Ihnen diese Vorgehensweise nicht empfehlen. Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, daß ich mit den nicht vorhandenen Namen (-sbestandteilen) in der Auswahlliste sehr gut leben kann. Und zugleich empfinde ich die Flexibilität globale Kontrolle darüber zu besitzen, wie Namen in Berichten erscheinen, als weitaus nützlicher. Wenn Sie erst einmal einen solchen Ausdruck direkt in Namenselemente eingegeben haben und sich dann irgendwann später entscheiden, daß Sie doch lieber einen anderen Ausdruck verwenden möchten, dann stehen Sie vielleicht vor der großen Aufgabe hunderte oder aber auch tausende von Elementen ändern zu müssen. Haben Sie dagegen die Felder für die jeweils unbekannten Namen einfach leer lassen, dann steht es Ihnen völlig frei - über eine sehr einfache Änderung der Einstellungen für einen Bericht - die Art und Weise wie sämtliche dieser Namen in Berichten erscheinen, zu verändern. Es ist sogar möglich, daß sie in unterschiedlichen Berichtstypen unterschiedlich erscheinen.

Es ist ganz einfach, sowohl den Vornamen wie auch den Nachnamen frei zu lassen, obwohl die Programmroutine "Person hinzufügen" zwingend darauf ausgerichtet ist, daß irgendetwas entweder in dem einen oder dem anderen Feld erfaßt wird. Sie haben aber die uneingeschränkte Möglichkeit, das primäre Namenselement zu bearbeiten, sobald der entsprechende Personeneintrag erstellt wurde. Dann können Sie beide Namen wieder entfernen. Fazit: Sind Ihnen beide Namen unbekannt, dann geben Sie im Fenster "Person hinzufügen" in eines der Namensfelder einfach zunächst irgendetwas ein und anschließend, sobald diese Person angelegt wurde, löschen Sie Ihre Eingabe wieder komplett.

Das Problem mit dem Standardwert für leere Namen in Berichten

Sobald Sie sich dazu durchgerungen haben, unbekannte Namen einfach frei zu lassen und es damit TMG überlassen, wie diese Namen in Berichten erscheinen, könnten Sie zu dem Schluß kommen, daß Ihnen der programmseitige Standardwert von TMG doch nicht gefällt. In veröffentlichten Familienstammbäumen ist mir sowohl aufgefallen, daß einige von ihnen den Ausdruck "Unbekannt" benutzen und andere auch die verschiedensten Kombinationen von gedankenstrich-artigen Zeichen, Fragezeichen oder Parenthesen anwenden. Also könnte man eigentlich auf den ersten Blick sagen, daß TMG's Vorgabewert (---?---) ganz in Ordnung ist.

Das Problem, das ich hierin sehe, tritt auf, wenn dieser Ausdruck in einem Bericht verwandt wird, den man mit einem Word Processor öffnet. Der von mir benutzte Word Processor läßt Zeilenumbrüche zwischen sämtlichen Zeichen in einer Zeichenfolge zu. Dies hat zur Folge, daß immer dann, wenn diese Zeichenfolge am Ende einer Textzeile steht, ein Teil von ihr in der einen Zeile auftaucht und ein anderer Teil von ihr in der nächsten Zeile steht. Sie werden zugeben, keine besonders glückliche Lösung. Selbstverständlich können Sie die Funktion "Suchen und Ersetzen" Ihres Word Processors verwenden, um die Bindestriche auszutauschen. Aber es existiert auch noch eine andere Möglichkeit, um dieses Problem ein für alle Mal zu lösen: Verändern Sie die standardmäßige Zeichenfolge dergestalt, daß Ihr Word Processor sie künftig nie wieder durch einen Zeilenumbruch trennen wird.

Kommt Ihnen jetzt nicht auch sofort in den Sinn, die Zeichenfolge so abzuändern, daß in ihr nur geschützte Bindestriche benutzt werden? Das ist gut, aber leider läßt TMG dies nicht zu. Ich habe herausgefunden, daß der von mir eingesetzte Word Processor (MS Word) keine Zeilenumbrüche zwischen Unterstreichungszeichen durchführt. Im Ergebnis wird also die Zeichenfolge ___?___ am Zeilenende niemals umgebrochen. Trotz allem möchte ich gerne die "Gedankenstriche" auf mittiger Zeilenhöhe, analog einem Bindestrich, verwenden. Die Lösung liegt darin, Superscript bezogen auf die Unterstriche anzuwenden. Hierfür benutze ich TMG's Superscript Codierung. Meine Zeichenfolge sieht also wie folgt aus:

[SUP:]___[:SUP]?[SUP:]___[:SUP]

Diese produziert in meinen Berichtsausgaben zwei lange Gedankenstriche, die durch ein Fragezeichen unterbrochen werden. Hiermit bin ich persönlich sehr zufrieden. Wenn Sie sich eine andere Ausgabeform wünschen, dann sollten Sie mit anderen Kombinationen experimentieren und ausprobieren, wie sich diese in Ihrem Word Processor verhalten.

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, Sie auf kleine aber feine Unterschiede hinzuweisen, wie die verwandten Schriftarten in Dateien für Word Processoren implementiert werden, und zwar im Gegensatz zu Dateien, die ohne Umweg auf dem Bildschirm oder am Drucker ausgegeben werden. Vor diesem Hintergrund kann es durchaus vorkommen, daß Sie ein wenig "herumprobieren" müssen, um die für Sie beste Lösung dafür zu finden, wie sie in Berichten "gedruckt" werden.

So legen Sie benutzerdefiniert fest, wie leere Namen in Berichten erscheinen

Falls Sie die vom Programm produzierte Zeichenfolge, die anstelle der leeren Namensbestandteile in Berichten zum Einsatz kommt, wie oben vorgeschlagen substituieren möchten, so ist der Weg dahin ziemlich simpel. Dies gilt natürlich gleichermaßen auch für die Verwendung jedes anderen Ausdruckes, den Sie eventuell lieber mögen.

In der Programmversion TMG 5 und später finden Sie diese Einstellung bei den meisten Berichts-Definitionen im Reiter Namen unter (Berichts-) Optionen. In das Feld mit der Bezeichnung "Text bei fehlendem Namen" tippen Sie ganz einfach den Text ein, den Sie verwenden möchten. Sie müssen diesen Text zwingend in jeder unterschiedlichen Berichts-Definition erfassen. Sobald Sie ihn jedoch einmal eingegeben haben, bleibt er gespeichert. Da zudem jede einzelne Berichts-Definition völlig unabhängig von anderen ist, können Sie - falls Sie dies möchten - selbstverständlich unterschiedlichen Text für unterschiedliche Berichte benutzen.


Terry's Tips Home
Kontakt zu Terry
(bitte nur in Englisch)
Kontakt zu Vera
(für deutsche Nachrichten)

 

Copyright 2000-2009